Medieninformationen

Reform der Notfallversorgung kann nur durch enge Vernetzung von Praxen, Rettungsdienst und Kliniken erfolgreich sein // Ohne Verbindlichkeit für Patienten kann auch strukturierte Ersteinschätzung keine Freiräume für echte Notfälle schaffen

Mit der seit Langem geplanten Reform der Notfallversorgung will die Bundesregierung die Akutversorgung von Patientinnen und Patienten gezielt verbessern und Versorgungsressourcen entlasten. Vorgesehen ist, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) künftig rund um die Uhr telemedizinische und aufsuchende Versorgungsangebote bereitstellen.

Internationale Evidenz dämpft hohe Erwartungen an Primärarztsysteme // Weniger Facharztkontakte führen nicht automatisch zu kürzeren Wartezeiten // Steuerungswirkung setzt finanzielle Anreize bei Praxen und Versicherten voraus

Eine vom Zi geförderte aktuelle OECD-Vergleichsstudie zeigt, dass Primärarztsysteme international weit verbreitet sind, ihre Wirksamkeit jedoch maßgeblich von verbindlichen Steuerungsinstrumenten, infrastrukturellen Rahmenbedingungen und der Ausgestaltung im Detail abhängt.

62 Prozent der über Hausärzte vermittelten Facharzttermine innerhalb von 4 Tagen, 87 Prozent innerhalb von 14 Tagen // „Bei Vergütungskürzung durch Kassenspargesetz drohen erheblich längere Wartezeiten und Eintrübung der Versorgungsqualität“

Die Bundesregierung plant aktuell mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, die Vergütungsanreize für eine schnelle Terminvergabe in vertragsärztlichen und vertragspsychotherapeutischen Praxen ersatzlos zu streichen.

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