Medieninformationen

Behandlungstage bilden tatsächliche Inanspruchnahme am besten ab // Neue Analyse vergleicht Selbstauskünfte von Patienten mit vertragsärztlichen Abrechnungsdaten // „Regionale Unterschiede liefern Hinweise für eine bedarfsgerechte Versorgungsplanung“

Die tatsächliche Inanspruchnahme der ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland dürfte höher sein als bislang durch gängige Messgrößen abgebildet wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), die erstmals selbstberichtete Arztkontakte aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) systematisch mit vertragsärztlichen Abrechnungsdaten für das Jahr 2024 vergleicht.

Reform der Notfallversorgung kann nur durch enge Vernetzung von Praxen, Rettungsdienst und Kliniken erfolgreich sein // Ohne Verbindlichkeit für Patienten kann auch strukturierte Ersteinschätzung keine Freiräume für echte Notfälle schaffen

Mit der seit Langem geplanten Reform der Notfallversorgung will die Bundesregierung die Akutversorgung von Patientinnen und Patienten gezielt verbessern und Versorgungsressourcen entlasten. Vorgesehen ist, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) künftig rund um die Uhr telemedizinische und aufsuchende Versorgungsangebote bereitstellen.

Internationale Evidenz dämpft hohe Erwartungen an Primärarztsysteme // Weniger Facharztkontakte führen nicht automatisch zu kürzeren Wartezeiten // Steuerungswirkung setzt finanzielle Anreize bei Praxen und Versicherten voraus

Eine vom Zi geförderte aktuelle OECD-Vergleichsstudie zeigt, dass Primärarztsysteme international weit verbreitet sind, ihre Wirksamkeit jedoch maßgeblich von verbindlichen Steuerungsinstrumenten, infrastrukturellen Rahmenbedingungen und der Ausgestaltung im Detail abhängt.

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