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Gynäkologische Untersuchung zur Krebsfrüherkennung

Aufgabenstellung

Das Zentralinstitut wurde 2006 vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen damit beauftragt, die Teilnahme an der gynäkologischen Krebsfrüherkennungsuntersuchung (KFU) zu untersuchen.

Für eine etwaige Neustrukturierung des Programms wäre entscheidend, ob, wie oft und wie kontinuierlich gesetzlich krankenversicherte Frauen die Untersuchung, welche ihnen laut Gesetz jährlich zusteht, über einen Zeitraum von mehreren Jahren in Anspruch nehmen.

Ergebnisse

In dem untersuchten 3-Jahreszeitraum 2002 bis 2004 haben rund 70 bis 80 Prozent der 20-54-jährigen Frauen mindestens einmal an einer Untersuchung zur Krebsfrüherkennung teilgenommen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass 20 bis 30 Prozent dieser Altersgruppe das Angebot überhaupt nicht in Anspruch nehmen. In den höheren Altersgruppen nimmt die Teilnahme immer weiter ab.

Nur etwa jede vierte berechtigte Frau zwischen 20 und 64 Jahren geht jährlich zur gynäkologischen Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Dabei liegen nach den Daten des Robert Koch-Instituts die Neuerkrankungsraten in den Altersgruppen von 35 bis 54 Jahre auf dem höchsten Niveau – abgesehen von der hohen Rate der Neuerkrankungen in der Altersgruppe 85 und älter.

Diese Sekundäranalyse von Abrechnungsdaten erlaubt keine Aussagen darüber, weshalb eine Versicherte nicht an Früherkennungsangeboten teilnimmt, und ob zum Beispiel Einladungsmodelle die Teilnahmebereitschaft verbessern können. Hierzu bedarf es weiterführender Untersuchungen, die beispielsweise Vorerkrankungen, Gesundheitsbewusstsein oder Sozialschicht der Versicherten thematisieren.

Im Überblick

Ziel

Evaluation der Teilnahme an der gynäkologischen Krebsfrüherkennungsuntersuchung

Laufzeit

3-Jahreszeitraum 2002 bis 2004

Ergebnisse

20-30 Prozent der 20-54-jährigen berechtigten Frauen nehmen in dem untersuchten 3-Jahreszeitraum das Angebot überhaupt nicht wahr. Die Gründe für die Nichtteilnahme müssen noch untersucht werden.

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